Die Maurenherrschaft wurde nach 1492 in Spanien, Portugal und den Maghreb-Staaten sehr unterschiedlich erinnert. In Spanien diente der Islam als Negativfolie für nationale Identität; im Franquismus wurde muslimisches Erbe hispanisiert und islamfeindlich umgedeutet. Portugals Estado Novo inszenierte es selektiv national. In Marokko gilt die maurische Vergangenheit als Beweis islamischer Fortschrittlichkeit und kultureller Stärke. Diese unterschiedlichen Geschichtsbilder und die Kämpfe um die Deutungshoheit insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert stehen im Zentrum dieses Kurses.
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