Als in einer Nervenheilanstalt ein neuer Chefarzt (Gregory Peck) eingestellt wird, entpuppt er sich rasch als junger Mann mit tadellosem Auftreten und charmantem Lächeln – aber leider ohne Gedächtnis. Die Psychiaterin Dr. Constance Petersen (Ingrid Bergman) verliebt sich und hält selbst zu ihm, als er als Hochstapler und möglicher Täter entlarvt wird. Sie beschliesst, ihren Patienten vor Mordverdacht, Polizei und seiner eigenen Psyche zu retten. Gemeinsam fliehen sie durch verschneite Landschaften, analysieren Träume, stolpern über verdrängte Kindheitstraumata und kommen sich so näher.
Spellbound ist nur als Nebenschauplatz Kriminalfilm, sondern hauptsächlich eine stilisierte, dramaturgisch orchestrierte Auslegung Freudʼscher Tiefenpsychologie, noch dazu in schamlos publikumstauglicher Lesung – zur Verdeutlichung ist sogar ein älterer, bärtiger, mit schönem deutschen Akzent sprechender Psychiater mit von der Partie. In einem modernen Mythensystem löst Hitchcock das Versprechen ein, dass Bilder und Symbole das Unbewusste darlegen und ordnen können. Bei der berühmten Traumsequenz – einer Art «Kunstwerk am Film» – steht ihm hierzu der spanische Surrealist Salvador Dalí hilfreich zur Seite. Ein Film, der Wissenschaft, Kunst und therapeutische Liebe mit eleganter Selbstironie verbindet. (tb)
Informationen zur Veranstaltung
Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.
- Zeit Montag 2. März 2026, 18:15 - 00:00 Uhr
- Ort Filmpodium, Nüschelerstrasse 11, 8001 Zürich
- WWW www.filmpodium.ch
- Links
- Zugänglichkeit
- accessible Rollstuhl (komplett)
- Quelle: kulturzueri.ch
