Museumshäppli | Geschichte über Mittag im Schloss Frauenfeld.
Die Verwandlungen einer Marienskulptur im Kloster Kalchrain.
1966 erwarb das Historische Museum Thurgau eine lebensgrosse Holzstatue, die im späten Mittelalter geschnitzt und bemalt wurde. Sie stand vermutlich in einem Schrein in der Klosterkirche. Wie vielerorts genügte die aus Lindenholz angefertigte Figur den auf Farbe und Wandel ausgerichteten visuellen Ansprüchen im 18. Jahrhundert nicht mehr. Daher erfuhr sie ein regelrechtes Bodyshaping, damit sie schöne Kleider tragen konnte. Denn ästhetische Reize waren im Barock wichtig. Sie lösten bei den Gläubigen Ergriffenheit und intensive Leidenschaft aus und ermöglichten einen emotionalen Zugang zur Glaubenspraxis.
Mit Christine Süry, Kunsthistorikerin, Historisches Museum Thurgau
Informationen zur Veranstaltung
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