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Das Ende des Westens
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Theater Winkelwiese, Zürich

Das En­de des Wes­tens

Mittwoch, 30. September 2026

Schweizer Erstaufführung

Globalisierung, Baby! Ikonische Sex-and-the-City-Looks, Viva und MTV, endlich die neue CD der Lieblingsband im Verkauf: das Gefühl vor der Jahrtausendwende lässt uns nicht los. Die Welt schien noch in Ordnung, die grosse Vision einer besseren Zukunft wartete auf uns. Doch die Versprechen haben sich nicht eingelöst.

Die Hoffnung auf eine bessere Welt ist nicht nur vorbei, sondern gegen die Wand gefahren. Statt gemeinsamen Werten sind da geopolitische Fragmentierung und Ohnmacht, Handelskonflikte, Krieg – statt in Zukunftseuphorie wachsen die kommenden Generationen in Zukunftsangst auf. Wir schauen Kriegen auf Screens zu. Und während Internet und Technologie einmal als Versprechen galten, sind da heute Überwachung, Kontrollverlust, Arbeitsplatzunsicherheit und – Desinformation.

Und so arbeitet Sascha in einer russischen Trollfabrik. Oder wie es ihr Arbeitgeber formulieren würde: Sie schreibt als Autorin an der grossen Hitserie unserer Zeit: «Das Ende des Westens». Und das beginnt viel früher. In einem Wohnzimmer der 90er Jahre schaltet jemand den Fernseher ein. Flimmert da schon die Einbetonierung in vertraute Informationsblasen? Während die Serie auf dem Fernseher läuft, löst sich zwischen Bildschirm und Plüschkissen nach und nach etwas auf. Irgendetwas lauert da zwischen Geborgenheit und Bedrohung, zwischen Vertrautheit und Irritation. Und da liegt noch diese Autobiografie einer Politikerin herum, das Radio berichtet über einen Angriff in einem Theater. Dabei will man doch einfach nur eine gute Zeit haben, gerade jetzt, wo der Liberalismus den globalen Sieg feiert und Konsum zur Identität werden darf.

Auf Grundlage einer umfassenden Recherche hat Autor*in Lars Werner ein erzählendes Bühnenstück über Struktur und Vorgeschichte heutiger Desinformation geschrieben. Regisseur Fynn Malte Schmidt inszeniert daraus einen Abend zwischen Popkultur und Politik. Das Ende des Westens gräbt in den Trümmern des Kalten Kriegs nach den Ursprüngen unserer brüchigen Gesellschaften. Ein aussergewöhnlicher Abend aus Politthriller, Märchen und grossem Entertainment. Vielleicht ist alles doch näher an uns, als wir gedacht haben.

"Das Ende des Westens ist ein Stück, das aufrüttelt, ästhetisch Spass macht, einen aufgrund des Tempos wach werden lässt, und dabei unablässig Fragen aufwirft: Was ist hier echt, was wahr, was bewirken meine Klicks, welche Fakten bilden überhaupt die Wahrheit, und was kann ich noch glauben in dieser überkomplexen Gegenwart?"
(Sira Negri, KulturZueri)

"Das Ende des Westens [ist ein] Abend, der auf unterhaltsame Art aufzeigt, wie die westliche Weltordnung mit Desinformation gegen die Wand gefahren wird."
(Linus Baur, seniorweb)

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Informationen zur Veranstaltung

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Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.

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