Es gibt mehr als nur eine Zukunft – Workshop gegen die Hoffnungslosigkeit: Utopie als Praxis
Wie sieht eine Gesundheitsversorgung jenseits von Profitlogik aus? Wie wird Verantwortung über Generationen hinweg gedacht? Wie kann Care-Arbeit kollektiv organisiert werden? Wie werden Land und Wohnraum geteilt? Und welche Welten wären möglich, wenn wir die Grenzen des «Realistischen» neu ziehen?
Diese und weitere Fragen behandelt der Workshop der Menschenrechtsaktivistin Noemi Grütter. Ausgehend von Krisen, die uns direkt ins Gesicht blicken, lernen die Teilnehmer*innen die spekulative Fabulation kennen, die von Vordenkerinnen wie Donna Haraway, Octavia Butler, Ruth Levitas und Adrienne Maree Brown inspiriert ist. Diese feministische, dekoloniale Methodologie schafft Raum für kollaborative, nicht-hierarchische Wissensproduktion und lädt dazu ein, mit Künstler*innen, Aktivist*innen und alltäglichen Visionär*innen die Welt neu zu denken.
Im Mittelpunkt des Workshops stehen das gemeinsame Zuhören, Erzählen und Gestalten. Mit Collagen und Soundmitteln aktivieren die Teilnehmer*innen ihre politische Vorstellungskraft und entwickeln verschiedene Zukünfte jenseits von patriarchaler Gewalt, weissem Nationalismus, Kapitalismus und Klimakollaps. Dabei werden die Utopien nicht als perfekter Endzustand verstanden, sondern als Praxis – als etwas, das man alltäglich tun kann, um dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit gewappnet entgegenzutreten.
Diese Veranstaltung ist Teil des Jahresfokus RAUM.
Informationen zur Veranstaltung
Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.
- Zeit Samstag 9. Mai 2026, 14:00 Uhr
- Ort Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich
- WWW www.karldergrosse.ch
- Links
- Zugänglichkeit
- accessible Rollstuhl (komplett)
- Quelle: kulturzueri.ch
