«Happily Ever After» befragt die Versprechen von Glücksratgebern in Zeiten der Klimakrise und des digitalen Kapitalismus.
«Choose Happiness» steht auf dem Snack-Automaten. Benjamin will nur einen Schokoriegel. Die Münze bleibt stecken, der Kundendienst weiss, woran es liegt: Benjamin muss negativ eingestellt sein, deswegen ist der Automat negativ zu ihm zurück. Die Customer-Care-App von Choose Happiness stellt ihm einen Avatar − einen Emotional Assistant − zur Seite, der aussieht wie Benjamin und ihm dabei helfen soll, zur glücklichsten Version seiner selbst zu werden. Dafür muss Ben «nur» seine Natur überwinden.
«Happily Ever After» beschäftigt sich mit der Vermessung der eigenen Psyche im digitalen Kapitalismus. Während die Aussenwelten immer stärker ausser Kontrolle geraten, wenn wir unsere Psyche vermessen und berechenbar machen. Glücksratgeber propagieren, innere Landschaften zum Aufblühen zu bringen und das emotionale Wetter zu besänftigen. Die Rhetoriken und Sprachbilder dieser inneren «Treatments» erinnern nicht selten an die Visionen von Geo- und Weather-Engineering; die innere Natur durch gezielte Eingriffe zu gestalten. Glück ist eine Technologie.
www.benjaminburger.ch
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