Sprunglinks

Werbung
Werbung
ICH ERWARTE DIE ANKUNFT DES TEUFELS
Teilen
Melden

Pfauen, Zürich

ICH ER­WAR­TE DIE AN­KUNFT DES TEU­FELS

Donnerstag, 1. Oktober 2026

«Wenn die allgemeine Welt mich so kennen soll, wie ich will, dass sie mich kennt, mich aus Fleisch und Blut, mich mit der eigentümlichen Philosophie und der unglücklichen Seele, dann muss ich etwas näher an sie herankommen. Dieses hier mein Buch enthält nur eine Figur – mich selbst. Es gibt auch den Teufel – als Möglichkeit.»

Blitzgescheit, charmant, umwerfend schön. Mary MacLane ist ein Ich, wie es ganz sicherlich kein zweites gibt. Nur scheint das ausser ihr selbst leider noch niemand begriffen zu haben. Kein Blatt nimmt Mary MacLane vor den Mund, als sie sich 1902 den Weltschmerz von der Seele schreibt, den Frust über die grauenvolle Perspektivlosigkeit in der Provinz und die gleichgültigen, fantasielosen Menschen dort. Messerscharf philosophiert sie über Kunst und Lite­ratur, Steak und Frühlingszwiebeln, über Lebenssinn und die Schönheit der Natur. In der Ödnis von Montana verfasst die 19-Jährige ein schillerndes Psychogramm, das zwischen Alltagsbeobachtungen und morbiden Fantasien, Euphorie und Traurigkeit schamlos sie selbst ins Zentrum rückt.

«In einer Welt von so vielfältiger Schönheit muss es doch auch etwas für mich geben.» Diese Suche nach der eigenen Subjektivität, dem eigenen Begehren, setzt Mary MacLane Jahre später in einem zweiten Text fort: ICH, geschrieben aus der Perspektive des nun Mitte 30-­jährigen Literatur­stars, der nach längerer Abwesenheit nach Montana zurück­kehrt. Beide Texte verwebt Marie Rosa Tietjen in einer eigenen Fassung und entwickelt gemeinsam mit ihrem Team und einer Schauspielerin des Ensembles ein Solostück.

Werbung

Informationen zur Veranstaltung

Obacht!

Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.

Werbung