«Ein Tag im Leben des Ehepaars Giovanni (Marcello Mastroianni) und Lidia (Jeanne Moreau). Zwischen dem Besuch eines todkranken Freundes (Bernhard Wicki) im Krankenhaus, der im Verlauf des Films stirbt, und der Party eines Grossindustriellen in Mailand verlaufen 24 Stunden der sukzessiven Auflösung einer Beziehung. Eine Begegnung mit Valentina (Monica Vitti), der Tochter des Industriellen, verschärft die Spaltung – während Giovanni sich unwiderstehlich von ihr angezogen fühlt, erkennt Lidia darin den Verlust ihrer Liebe. Ohne jeglichen dramatischen Effekt, dafür mit gestochen scharfen, klaren Schwarzweisseinstellungen entwirft Antonioni eine Geometrie der Einsamkeit.» (Arsenal, Mrz 2016)
«In La notte erlangt die Jazzmusik fast den Status einer Figur und wird zu einer Art Chor, der das Geschehen ergänzt: nicht mehr nur als melodischer Kommentar oder trivialer Kontrapunkt zu den Bildern, sondern als akustischer Raum, in dem sich die Figuren in ihrem selbstzerstörerischen Drang verlieren (…). Das Verdienst gebührt [dem Jazzkomponisten und Pianisten, Anm. d. Red.] Giorgio Gaslini und seinem Quartett, die Antonioni eingeladen hatte, live am Set zu spielen, (..) sodass die Figuren dieselbe Musik hören sollten, die auch das Publikum hören wird. Er liess den Musikern beim Improvisieren freie Hand und tauchte die Darsteller und die Crew in eine Atmosphäre aus Musikklängen, die dem Geschehen psychologische Untertöne und den Bildern, die reich an langen Einstellungen sind, einen synkopierten, befremdlichen Rhythmus für eine starke dramatische Wirkung verleiht.» (Fabio Melelli, Centro Sperimentale di Cinematografia, 2024)
Informationen zur Veranstaltung
Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.
- Zeit Mittwoch 2. Dezember 2026, 20:45 - 00:00 Uhr
- Ort Filmpodium, Nüschelerstrasse 11, 8001 Zürich
- WWW www.filmpodium.ch
- Links
- Zugänglichkeit
- accessible Rollstuhl (komplett)
- Quelle: kulturzueri.ch





