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Quasi una fantasia
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Stadthaus, Winterthur

Qua­si una fan­ta­sia

Donnerstag, 15. April 2027

Es ist wohl das schönste Schweizer Solokonzert seiner Epoche: Othmar Schoecks Violinkonzert von 1911. «Quasi una fantasia» lautet die Überschrift, weil es sich formale Freiheiten nimmt und so klingt, als folgte die Sologeige ihren Gefühlen einfach von Melodie zu Melodie. Feingliedrig und innig ist das, leicht orchestriert mit leuchtend hervortretenden Holzblasinstrumenten. Genau das richtige Stück für die Winterthurer Konzertmeisterin Rahel Cunz und für das Musikkollegium mit seinen fabelhaften Bläser:innen! Ähnlich idyllisch ist die «Pastorale d’été», die der junge Arthur Honegger 1920 in den Sommerferien in Wengen komponiert hat: Ein Orchestertraum, traumhaft und verführerisch wie ein Sommermorgen. Ebenfalls in den Berner Alpen geschrieben hat Lord Byron im Jahr 1816 seinen «Manfred». Eine Geschichte um einen wildromantischen Eigenbrötler voller Weltschmerz, der sich einmal auch vom Jungfraugipfel in den Abgrund stürzen will. Robert Schumann hat um 1850 eine Schauspielmusik dazu geschrieben, in der die Zerrissenheit der Hauptfigur bereits in den allerersten Akkorden der Ouvertüre zum Ausdruck kommt. Ein viertes Mal Schweiz-Bezug liefert die Uraufführung des Orchesterwerks «Signale» von Max E. Keller als Highlight des Abends: Als Komponist und als Verantwortlicher der Konzertreihe «musica aperta» prägt er das Winterthurer Musikleben seit langem mit. Seinen Achtzigsten begeht er mit einem neuen Werk, das im Auftrag des Musikkollegium Winterthur entstanden ist.

18.45 Uhr Konzerteinführung mit Felix Michel im Stadtratsaal

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