«The Man Who Wasn’t There, das ist Billy Bob Thornton, der seiner freudlosen Arbeit und seiner freudlosen Ehe entkommen will, in einem wunderbar fotografierten Noir-Amerika Ende der 1940er. Er beschliesst also, ein einziges Mal nur, aktiv zu werden – und den Kerl zu erpressen, der eine Affäre mit seiner Frau hat. Das ist allerdings schon zu viel, denn er setzt Ereignisse in Bewegung, die ihn nicht nur zum Mörder werden lassen, sondern vor allem jene in Bedrängnis bringen, denen er gar nichts Böses will.» (Tobias Kniebe, Viennale, Sep 2001)
«The Man Who Wasn’t There ist die Gala von Billy Bob Thornton, und das ist umso erstaunlicher, weil seine Figur meist aus dem Off spricht und an ihrer völligen Unauffälligkeit arbeitet. Ed Crane wirkt wie sein eigener Geist, ein Katatoniker, dessen heftigste Geste der Griff zur Zigarette ist. Das kontrastreiche Schwarzweiss des Films rückt den Barbier von Santa Rosa und seine Kleinstadtwelt der späten 40er-Jahre in eine unwirkliche Ferne. Die Coens lassen ihrem Faible für Noir und Pulp Fiction freien Lauf; die üblichen Gags und Gimmicks haben sie eher sparsam eingesetzt. Ufos, Beethoven-Musik und Heisenberg gehören zu jenen Spässen, die sie gerne als Interpretenfalle benutzen. Dass ein Gegenstand sich verändert, wenn man ihn ansieht – der Kern von Heisenbergs Unschärferelation – ist natürlich eine handliche Metapher für das Betrachten von Filmen.» (Peter Körte, Viennale, Sep 2001)
Informationen zur Veranstaltung
Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.
- Zeit Sonntag 15. Februar 2026, 15:00 - 00:00 Uhr
- Ort Filmpodium, Nüschelerstrasse 11, 8001 Zürich
- WWW www.filmpodium.ch
- Links
- Zugänglichkeit
- accessible Rollstuhl (komplett)
- Quelle: kulturzueri.ch
