Was schafft Raum? – Audioinstallation über Wahrnehmung, Grenzen und Zusammenleben
Wie nehmen wir einen Raum wahr, wenn wir ihn nicht mehr sehen können? Wie konstruieren wir seine Ausdehnung, seine Architektur und seine Grenzen? Und wie verorten wir uns selbst und die anderen darin?
In der Audioinstallation von Natalie Heeb wird Raum auf ungewohnte Weise erfahrbar: ausschliesslich über das Hören. Dunkle Vorhänge und Masken entziehen dem Barockzimmer seine sichtbaren Dimensionen. Die Besucher*innen können sich nicht auf gewohnte visuelle Zuschreibungen verlassen und müssen sich neu orientieren. Was bleibt, ist eine Tonspur, die den Raum ganz ungewohnt füllt.
Dabei versteht die Installation Raum nicht nur als architektonischen Ort, sondern auch als gesellschaftlichen Verhandlungsraum. Das wird durch Stimmen, Klänge und Geräusche deutlich. In einer Zeit zunehmender Polarisierung entstehen Grenzen, die wie unüberwindbare Mauern wirken können – durch Positionen, Überzeugungen und Haltungen, die sich scheinbar unversöhnlich gegenüberstehen. Sind wir in dieser fragmentierten Welt überhaupt noch in der Lage, gemeinsame Räume entstehen zu lassen?
Natalie Heeb studiert Philosophie und Politikwissenschaft und arbeitet als Radiomoderatorin. Daher rührt ihre Faszination für das Medium Audio.
Diese Veranstaltung ist Teil des Jahresfokus RAUM.
Informationen zur Veranstaltung
Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.
- Zeit Freitag 9. Oktober 2026, 17:30 Uhr
- Ort Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich
- WWW www.karldergrosse.ch
- Links
- Zugänglichkeit
- accessible Rollstuhl (komplett)
- Quelle: kulturzueri.ch
