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Andrej Rubljow
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Rapport
  • Film

Kino Cameo, Winterthur

An­drej Ru­bljow

Dimanche, 27. Septembre 2026

Erzählt Tarkowski die Lebensgeschichte des legendären Ikonenmalers Andrej Rubljow (ca. 1360–1430), dann dann tut er dies in epischer Länge – anhand von acht Episoden voll unvergesslicher Tableaus. Der malende Mönch Rubljow, Schüler des Griechen Theophanes, gilt mit seiner Ikonenmalerei als stilbildend. Tarkowski beleuchtet mit seinem Film ein Künstlerleben inmitten eines brutalen spätmittelalterlichen Umfelds. Der Stoff dient ihm dazu, über das Verhältnis von Kunst, Gesellschaft und Macht nachzudenken.«Unversöhnlich treffen Künstler und Staatsmacht in ‹Andrej Rubljow› aufeinander. Der (…) monumentale Cinemascope-Film zeigt den legendären Ikonenmaler Rubljow (etwa 1360–1430) als humanistischen, aufgeklärten Künstler an der Schwelle zur Neuzeit. Menschenverachtende Macht- und Kriegspolitik seiner Auftraggeber stürzen ihn in eine tiefe schöpferische Krise, gleichzeitig werden sie aber auch zur Triebfeder für die Auseinandersetzung mit der komplexen Position des Künstlers in der Gesellschaft. (...) Als ‹künstlerisch unausgereift› und mit dem Vorwurf, das damalige Russland in einem zu negativen Licht zu zeigen, wird der Film sechs Jahre lang zurückgehalten.» (Arsenal Berlin)Trotz seiner komplizierten Veröffentlichungsgeschichte fand der Film international Anerkennung. Für «Andrej Rubljow» erhielt Tarkowski verschiedene internationale Preise. 1969 wurde der Film in Cannes, wo er auf Druck der Sowjetunion zwei Jahre später als geplant und nur ausserhalb des Wettbewerbs gezeigt werden konnte, mit dem Preis der Internationalen Filmkritik ausgezeichnet.

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