Die schwierige Restitution des kolonialen Erbes der Schweiz.
Die Basler Naturforscher und Völkerkundler Fritz und Paul Sarasin waren von 1883 bis 1886 in Britisch-Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, unterwegs und sammelten, was ihnen in die Finger kam: Bestandteile der Fauna, Kultgegenstände der indigenen Adivasi, aber auch menschliche Überreste von Angehörigen dieser Ethnie. Mehr als 130 Jahre lang lagerten die mit kolonialem Furor zusammengerafften Gegenstände in Archiven von Universitäten und Museen. Im Sommer 2024 wurden schliesslich 42 menschliche Gebeine und Objekte dieser Sammlungen aus Basler Museen nach Sri Lanka zurückgeführt. Dass diese Rückgabe möglich war, ist das Verdienst des Basler Fotografen und Dokumentarfilmers Gregor Brändli und der sri-lankischen Adivasi-Künstlerin Deneth Piumakshi Veda Arachchige, die diese Restitution begleiteten. Brändli lernt den Vater von Deneth kennen, einen unkonventionellen Geist und Künstler, der sich selbst als Kommunist, Atheist und Naturgläubiger bezeichnet, aber auch den Adivasi-Chief Uru Warige Wannila Aththo. Sichtlich bewegt spricht dieser davon, dass die Gebeine, die noch ihre Seelen in sich trügen, nun endlich aus ihren Gefängnissen befreit würden. Kaum ein hiesiger Dokumentarfilm hat koloniale Verstrickungen der Schweiz je so spannend und differenziert vermittelt wie "Elephants & Squirrels".
Informations sur l'événement
Toutes les informations actuelles et supplémentaires sur l'événement peuvent être trouvées sur le site web de l'organisateur. Les changements soudains seront uniquement affichés sur le site web de l'organisateur.
- Temps Jeudi 23. Avril 2026, 14:00 Uhr
- Ort Kinok – Cinema in der Lokremise, Grünbergstrasse 7, 9000 St. Gallen
- WWW www.kinok.ch
- Liens
- Accessibilité
- accessible Rollstuhl (complet)
- Ceux-ci :saiten.ch





