Otto Preminger macht aus Françoise Sagans berühmtem Roman ein Technicolor-Spektakel, in dem Jean Seberg alle überragt.
Ein verhängnisvoller Sommer an der Côte d’Azur. Otto Preminger macht aus Françoise Sagans berühmtem Roman ein Technicolor-Spektakel, in dem Jean Seberg alle überragt.
Die junge Cécile (Jean Seberg) führt ein unbeschwertes Leben in Paris und spielt mit ihren Männerfreundschaften. Den Sommer verbringt sie jeweils mit ihrem Vater Raymond (David Niven) in der eleganten Villa an der Côte d’Azur. Als der in die Jahre gekommene Frauenheld eine Beziehung mit der Modedesignerin Anne (Deborah Kerr) beginnt, gibt es für Cécile erste Risse im sommerlichen Ferienglück. Sie plant, die beiden auseinanderzubringen – was tiefgreifende Folgen hat.
Mit einem grandiosen Cast und grösstmöglicher Eleganz adaptiert Otto Preminger den legendären Roman «Bonjour tristesse». Die melancholische Gegenwart ist in Schwarz-Weiss gehalten, während die Rückblenden zum sorglosen Sommer am Meer in satten Technicolor-Farben erstrahlen. Als Vorläufer der Nouvelle Vague zeichnet Preminger eine einnehmende Charakterstudie, in der die grossen Gefühle sich in wunderschönen Bildkompositionen ausbreiten. Bei aller Opulenz bleibt aber Jean Seberg das Highlight des Films. Noch vor À bout de souffle liefert sie hier als eigensinnige Tochter die vielleicht beste Darstellung ihrer Karriere ab.
• Bei schlechter Witterung: 19.00 + 21.15 Uhr im Kinosaal
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