Mit Christine Abbt, Professorin für Philosophie.
Zu bemerken, etwas vergessen zu haben, das kennen alle. Darin einen Ausgangspunkt kritischen Denkens zu vermuten, ist unüblich. Denn Vergessen wird häufig als Gegenteil von Erinnern und Denken vorgestellt und negativ bewertet. Tatsächlich sind Vergesslichkeit, Ignoranz oder Krankheiten, bei denen Vergessen unkontrolliert Raum fasst, problematisch und beängstigend. Gleichzeitig sind Formen des Vergessens aber auch Bedingung für ausserordentliche Leistungen. Genau diese Dimensionen werden an drei Abenden ausgelotet. Ausgehend von der faszinierenden Tatsache, dass wir an uns selbst Vergessen feststellen und Vergessenes als Fehlendes vergegenwärtigen können, wird das Verhältnis zwischen dem Bemerken eigenen Vergessens und kritischem Denken reflektiert. Dabei wird verständlich, warum in jenen Momenten, in denen wir uns bewusst sind zu vergessen, kritisch werden möglich wird.
Informazioni sull'evento
Tutte le informazioni attuali e aggiuntive sull'evento possono essere trovate sul sito web dell'organizzatore. I cambiamenti improvvisi saranno visualizzati solo sul sito web dell'organizzatore.
- Tempo Mercoledì 29. Aprile 2026, 18:15 Uhr
- Ort HSG (Hochschule), Dufourstrasse 50, 9000 St. Gallen
- WWW www.unisg.ch
- Link
- Accessibilità
- accessible Rollstuhl (completo)
- Quelle:saiten.ch

