Wie findet man nach einem versuchten Femizid eines Mitschülers zurück ins Leben – und ins Vertrauen? Daniela Magnani Hüller stellt sich ihrer eigenen Geschichte. Ein bewegender und überraschend lebensfroher Film über das Wegsehen, das Hinsehen und die Kraft menschlicher Nähe.
Vierzehn Jahre, nachdem sie den versuchten Femizid eines Mitschülers überlebt hat, sucht die Filmemacherin Menschen auf, die damals eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielten: eine Lehrerin, eine Mitschülerin, eine Kommissarin, einen Staatsanwalt. Was haben sie wahrgenommen? Wie haben sie gehandelt? Und wie konnten ihr Umfeld und die Institutionen zulassen, dass die Gewalt eskalierte?
Zwischen München, dem Ort ihrer Jugend und der Tat, und Rio de Janeiro, wo sie später neue Nähe zu sich und anderen fand, verbindet die Filmemacherin Gespräche mit persönlichen Erinnerungen. Dabei erzählt sie auch von Wärme, Freundschaft und mitunter absurden Momenten. Ihre Geschichte wirft Fragen auf, die uns alle angehen: Welche Verantwortung tragen wir füreinander? Und wie viel kann eine kleine Geste, ein Satz im richtigen Moment bewirken?
Bild: Was an Empfindsamkeit bleibt @ Daniela Magnani Hüller
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