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Velvet Goldmine
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  • Film

Kino Cameo, Winterthur

Vel­vet Gold­mi­ne

Monday, 6. April 2026

Das Geheimnis, ein Star zu werden, liegt darin, wie einer aufzutreten. «Velvet Goldmine» ist Glam-Rock verpackt als Märchen, Musical und Erinnerungskrimi: 1984 soll der britische Reporter Arthur Stuart (Christian Bale) die «Zehn-Jahre-danach»-Story über Brian Slade (Jonathan Rhys Meyers) schreiben, einen androgynen Popstar, der zehn Jahre zuvor seinen Bühnentod inszenierte und verschwand. Aus Interviews und Rückblenden entsteht eine Rise-and-Fall-Geschichte voller Glitter, Verkleidung und Begehren, die Stuart in seine eigene Vergangenheit führt. Die Figur des Curt Wild (Ewan McGregor) der optisch an Curt Cobain erinnert, stilistisch jedoch Anteile von Lou Reed und Iggy Popp enthält, verkörpert den rohen amerikanischen Gegenentwurf zum androgynen britischen Glamour von Brian Slade, welcher an David Bowie angelehnt ist.Wie ein grünfunkelnder Leitstern wandert eine Brosche, die Oscar Wilde zugeschrieben wird, durch die Geschichte und von Figur zu Figur. Sie macht klar, worum es Todd Haynes geht: um Rollen, Identitäten und den Moment, in dem es die Rockszene erlaubt, anders, also queer zu sein – freilich noch bevor diesem Begriff die politische Reichweite zukam, die ihm heute zukommt. Der Film präsentiert sich in Teilen im Stile eines schillernden Musikvideos, ohne dabei oberflächlich sein.«Wo (die) Geschichte beginnt, bestimmt allein der, der sie erzählt», schreibt Jan Distelmeyer (epd Film, 10.05.2014). Nicht zufällig lief «Velvet Goldmine» 1998 in Cannes im Wettbewerb und wurde mit dem Preis für den besten künstlerischen Beitrag ausgezeichnet; Sandy Powells opulente Kostüme brachten ihr eine Oscar-Nominierung und einen BAFTA ein.

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