In diesem Jahr erschienen zwei Texte aus Hermann Burgers Nachlass: das Theaterstück «Die Scheintoten» (1987) und das Romanfragment «Urbrenner» (1969).
Hermann Burger ist als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Schweiz für sein lyrisches und erzählerisches Œuvre bekannt. Weniger bekannt ist hingegen, dass sich Burger ab 1970 auch im Genre des Dramas versuchte; allem voran in seinem Stück «Die Scheintoten», das er Ende 1987, auf dem Höhepunkt seines Schaffens, im Auftrag des Schauspielhauses Zürich verfasste. Zur integralen Aufführung gelangte es noch nie – Burgers früher Tod verhinderte das –, doch es verhandelt virtuos all seine Problemkonstanten: das Cimiterische, das Cigarristische, die Comedy Magic und sogar das Ferraristische.
Der «Urbrenner» enthält Burgers existenzielle Urszenen, die der noch junge Schriftsteller dem eigenen Leben entlehnt. So verarbeitet dieser stark autobiographische Text prägende Erlebnisse aus Burgers Kindheit und Jugend in Menziken. Eine sensationelle Entdeckung.
Hermann-Burger-Spezialist Simon Zumsteg im Gespräch mit Autorin Judith Keller.
Die Textpassagen liest Wanda Wylowa.
© Bild: Heinz Wiesele
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