Dokumentarfilm über Verbindung von Nigeria und Österreich.
Der Dokumentarfilm „STOFF“ folgt einer wenig beachteten Verbindung zwischen Nigeria und Österreich, erzählt anhand von Stoffen und ihrer Geschichte. Er spannt einen Bogen von den Stoffmärkten in Lagos über die Stickereifabriken in Lustenau bis zu den historischen Grundlagen des europäischen Wohlstands. Koloniale Handelsverflechtungen anhand von Textilien werden untersucht und deren fortwirkende Machtverhältnisse sichtbar.
Im Zentrum des Films steht die Beziehung zwischen der nigerianischen Journalistin Ireti Bakare-Yusuf und der ehemaligen Vorarlberger Exportmanagerin Margarethe Bösch. Zwei Frauen, die auf unterschiedlichen Seiten eines kaum bekannten, aber tief in koloniale Strukturen eingebetteten Handelsnetzes stehen. Ausgehend von dieser Perspektive werden im Film die historischen Grundlagen des europäischen Reichtums offengelegt: Leinenstoffe aus Österreich, der Schweiz und Deutschland dienten im 17. und 18. Jahrhundert als zentrale Währung im transatlantischen Handel mit Versklavten. Baumwolle aus den Südstaaten der USA, produziert durch versklavte Arbeit, wurde zum sogenannten „weißen Gold“ Europas. Die Geschichte des globalen Textilhandels ist damit auch eine Geschichte von Ausbeutung, Gewalt und kultureller Wiederaneignung, deren Strukturen bis heute wirksam sind.
Information about the event
All current and additional information about the event can be found on the website of the organizer. Sudden changes will only be displayed on the website of the organizer.
- Time Saturday 14. March 2026, 19:30 Uhr
- Ort Spielboden, Färbergasse 15, 6850 Dornbirn
- WWW www.spielboden.at
- Links
- Accessibility
- accessible Rollstuhl (complete)
- Source:saiten.ch